Holzminden/Kreiensen (red). Die Langsamfahrstelle auf der Bahnstrecke zwischen Holzminden und Kreiensen sorgt weiterhin für Unsicherheit bei Pendlerinnen und Pendlern. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Schünemann bereits Ende Januar mitteilte, sei es durch die Geschwindigkeitsbegrenzung nahezu unmöglich, den Anschlusszug in Richtung Hannover zuverlässig zu erreichen. Die planmäßige Umsteigezeit von fünf Minuten habe bereits zuvor kaum ausgereicht.
„Ohne Fahrplananpassung wird die Zugfahrt nach Hannover so unattraktiv, dass man zwingend aufs Auto angewiesen sein wird“, erklärte Schünemann.
Bereits 2024 wurde entlang der Strecke ein rund 30 Zentimeter breiter und etwa 30 Meter langer Riss an einem Hang festgestellt. Dieser wurde zunächst mit Wasserbausteinen gesichert. Ende des vergangenen Jahres traten jedoch weitere Risse auf. Aufgrund eines bestehenden Steinschlagrisikos richtete die Deutsche Bahn eine sogenannte Vorsicht-Langsamfahrstelle ein und begrenzte die Geschwindigkeit auf fünf Kilometer pro Stunde.
Erste Untersuchungen ergaben in der Folge, dass der Hang umfassend saniert oder möglicherweise vollständig erneuert werden muss. „Wir brauchen schnell eine Lösung“, fordert Schünemann.
Bodengutachten liegt vor – weitere Schritte folgen
Inzwischen liegt laut Geschäftsführer der Parlamentariergruppe Bahn ein Bodengutachten für den rutschenden Hang vor. Als nächster Schritt seien Vermessungsleistungen vorgesehen, die ein Vermessungsbüro vor der eigentlichen Planung im Hangbereich durchführen müsse.
Zudem werde nach Angaben des Geschäftsführers geprüft, ob nach dem Winter durch eine vorgeschaltete Instandhaltungsmaßnahme eine leichte Geschwindigkeitserhöhung möglich sei, um die Zeitverluste zu verringern. Weitere Termine hierzu seien bis Ende Februar angesetzt.
Zwischenzeitlich habe es auch eine Rückmeldung der NordWestBahn (NWB) gegeben, die die Langsamfahrstelle als „unkritisch“ eingestuft habe. Diese Einschätzung könne jedoch nicht verifiziert werden, da es sich um unternehmensinterne Daten handele, heißt es aus der Parlamentariergruppe.
Laut NWB sei eine frühere Ankunft oder spätere Abfahrt in Kreiensen aufgrund der eingleisigen Streckenführung mit größeren fahrplanerischen Anpassungen verbunden, so der Geschäftsführer der Parlamentariergruppe Bahn weiter.
Man habe sich mit der NWB darauf verständigt, nach neuen Erkenntnissen Ende Februar über mögliche Änderungen im Fahrplan zu entscheiden. Sobald weitere Ergebnisse vorlägen, solle erneut informiert werden.