Holzminden (zir). Der DGB Holzminden lädt am 1. Mai zu einer Kundgebung auf den Marktplatz ein. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und steht unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Ein Demonstrationszug ist nicht vorgesehen. Stattdessen soll der Tag der Arbeit in diesem Jahr als offene Kundgebung mit Redebeiträgen, Musik, Informationsständen und Gesprächen gestaltet werden.
Kundgebung ohne Demonstrationszug
Die Moderation übernimmt Volker Roland, da Hartmut Kahmann kurzfristig erkrankt ist. Als Hauptrednerin wird Nadine Telemann, stellvertretende Bezirksleiterin von ver.di Hannover-Heide-Weser, sprechen. Für die Stadt Holzminden richtet der 2. Bürgermeister Karl-Heinz Koch ein Grußwort an die Teilnehmer. Auch Johannes Schraps wird für die SPD ein Grußwort halten. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Nis Jesse und dem Arbeiterliederchor. Darüber hinaus sind Informationsstände sowie ein Imbissangebot geplant.
Mit dem gewählten Motto rückt der DGB die Lage der Beschäftigten in den Mittelpunkt. Nach Einschätzung der Gewerkschaften stehen viele Arbeitnehmer unter Druck, weil in Teilen der Industrie Arbeitsplätze abgebaut oder ins Ausland verlagert würden. Hinzu kämen hohe Energiekosten und politische Debatten, bei denen die Lasten aus Sicht des DGB zu häufig auf die Beschäftigten abgewälzt würden.
DGB kritisiert Druck auf Beschäftigte
Der DGB macht deutlich, dass Arbeitnehmer nicht für Investitionsentscheidungen der Bundesregierung verantwortlich seien. Deshalb dürften sie nach Auffassung der Gewerkschaften nicht diejenigen sein, die die Folgen wirtschaftlicher Fehlentwicklungen allein tragen müssten. Auch die Diskussion über längere Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden und mögliche Einschnitte in der sozialen Absicherung sieht der DGB kritisch.
Die Kundgebung soll deshalb nicht nur ein politisches Signal senden, sondern auch Gelegenheit zum Austausch bieten. Der DGB lädt Bürger aus Holzminden und der Umgebung ein, auf dem Marktplatz miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei sollen nicht allein arbeitsmarktpolitische Fragen im Mittelpunkt stehen. Auch lokale Anliegen können nach Vorstellung der Organisatoren angesprochen werden.
Ziel des Tages sei es, Zusammenhalt sichtbar zu machen und deutlich zu zeigen, dass viele Menschen an sozialer Sicherheit, fairen Arbeitsbedingungen und einem solidarischen Miteinander festhalten wollen. Trotz ernster politischer Themen soll die Kundgebung zugleich ein gemeinschaftlicher Tag mit Musik, Begegnung und Gesprächen werden.

Fotos: DGB