Landkreis Holzminden (red). Nach 23 Jahren in der Wirtschaftsförderung des Landkreises Holzminden, davon 13 Jahre als Bereichsleiterin, geht Dr. Jutta Klüber-Süßle in den Ruhestand. Sie blickt mit Dankbarkeit und vielen Erinnerungen auf ihre Zeit als Unterstützerin der Unternehmen im Landkreis zurück. Mit einer kleinen Feierstunde wurde sie von Landrat Michael Schünemann, Kreisbaurat Ralf Buberti und Personalbereichsleiterin Claudia Bonefeld verabschiedet. Ihren Nachfolger Nicolas Westermeier hat sie in den vergangenen Monaten bereits eingearbeitet.
Engagement im gesamten Landkreis
„Mama fährt im Kreis rum“, habe ihr Mann den Kindern früher gesagt, wenn sie für Projekte unterwegs gewesen sei, berichtete Klüber-Süßle. Viele dieser Aktivitäten seien bis heute sichtbar, etwa beim Erhalt des Holzmindener Kinos, beim Kulturzentrum in Lauenförde, beim Reileifzer Imbiss an der Weser oder bei der Heinser Fähre, die mit LEADER-Mitteln realisiert wurden. Sie sei stolz auf das Erreichte und dankbar für die Zusammenarbeit mit ihrem Team.
Beruflicher Werdegang und internationale Erfahrungen
Geboren in Bolivien und aufgewachsen unter anderem in der philippinischen Hauptstadt, studierte Klüber-Süßle Agrarbiologie und promovierte an der Universität Hohenheim. Es folgten Tätigkeiten in der Wirtschaft sowie eine Phase der Selbstständigkeit, bevor sie sich der Familie widmete.
2002 begann sie beim Landkreis Holzminden im Amt für Finanzen und Wirtschaft und betreute zunächst ein Projekt zur Beratung von Existenzgründenden. Ab 2007 war sie fest in der Wirtschaftsförderung tätig und übernahm vielfältige Aufgaben in der Beratung von Betrieben.
Aufbau von Netzwerken und Projekten
2013 wurde Klüber-Süßle Bereichsleiterin und baute ein umfangreiches Netzwerk zur Förderung regionaler Projekte auf. In ihre Amtszeit fallen zahlreiche Programme, darunter das Bundesmodellvorhaben „LandZukunft“, die Kooperationsvereinbarung zum Revolvierenden Rückbaufonds oder die Entwicklung des Landkreises zur Bildungs- und Ökomodellregion. Auch die Beteiligung an der Klimaschutzagentur Weserbergland begleitete sie maßgeblich.
Darüber hinaus wirkte sie an Projekten im Rahmen des Südniedersachsenplans sowie der NiedersachsenStiftung mit. Ab 2018 übernahm sie zusätzlich Aufgaben in der Kreisentwicklung, darunter die Breitbandförderung und das Regionale Raumordnungsprogramm.
Würdigung und Blick in die Zukunft
Landrat Michael Schünemann würdigte die Arbeit Klüber-Süßles und betonte, dass Unternehmen ihre klaren Worte geschätzt hätten. Auch Kreisbaurat Ralf Buberti hob ihre Fachkompetenz und ihr Engagement hervor und bezeichnete sie als wichtigen Bestandteil der Wirtschaftsförderung.
Für den Ruhestand hat Klüber-Süßle bereits Pläne: Sie möchte weiterhin in der Region aktiv bleiben, Veranstaltungen besuchen und sich unter anderem als Tourguide für das Sensoria ausbilden lassen.
Foto: Landkreis Holzminden